Hier sind weitere Rezensionen zu den Stargate-Atlantis -Romanen Nr. 12-15. Ich weiß, dass ich mich noch nicht mit 9-11 beschäftigt habe, aber diese Bücher muss ich auch noch lesen. In den nächsten Wochen werde ich auch noch die Rezensionen zu den Bänden 16. & 17. hochstellen (Band 1 & 2 der "Legacy"-Series
Stargate Atlantis # 12: Dead End
Autor: Chris Wraight
Verlag: Fandemonium Books, UK 2010
384 Seiten, ISBN: 978-1-905586-22-6
Auch Atlantis bietet im dritten Jahr der Mission immer noch Überraschungen der anderen Art. Denn ein Labor erweist sich für John Sheppard fast als Todesfalle, wird doch durch die Aktivierung der Konsolen ein Mechanismus ausgelöst, der die Decke absenkt. Er kann dem Raum aber noch entkommen, ehe er zerquetscht wird, mit einem Speicherkristall in der Hand und einer Gateadresse.
Diese führt zu einem Eis-Planeten, vor dem die unvollständigen Aufzeichnungen der Antiker, die er hatte retten können noch warnt. Dennoch beschließen Weir und Sheppard den Ort, der ihnen ein Malp gekostet hat, genauer unter die Lupe zu nehmen, um das Geheimnis zu ergründen.
Kaum sind sie jedoch mit einem Jumper durch das Tor geflogen, müssen sie feststellen, dass er tatsächlich eine Todesfalle ist, denn ein rapider Energieabfall macht das Schiff flugunfähig und lässt auch alle anderen Kontrollen ausfallen.
Nun ist guter Rat teuer. Rettung naht aber durch die Bewohner des Planeten. Die „Forgotten“ nehmen sie freundlich auf, machen ihnen aber klar, dass eine Rückkehr unmöglich ist, da das Tor auf instabilem Eis steht. Sie selbst sind ebenfalls zum langsamen Sterben verurteilt, denn ihnen setzen die „Banshees“ zu und versperren den Weg zu dem einzigen Ort, der noch über Generationen Sicherheit bieten könnte, dem „Sanctuary“.
„Dead End“ ist ein schnörkelloser Abenteuerroman ohne Seelenbeschau und quälende Analysen. Der Autor kommt sehr schnell zur Sache und bietet eine Geschichte, die durchaus den Serienfolgen gleich kommt – ein Geheimnis der Antiker wird entdeckt, die Helden beschließen alle Warnungen in den Wind zu schießen und geraten natürlich in Schwierigkeiten. Zudem wissen sie nicht, wie sie die hilfreichen Bewohner des Planeten einschätzen sollen – sind diese mehr Freund oder vielleicht doch eher Feinde....
Das ist sicherlich nichts neues aber routiniert und spannend geschrieben. Jeder der Helden bekommt eine bestimmte Aufgaben, allenfalls Ronon ist etwas im Hintertreffen. Aber sowohl John als auch Rodney dürfen wieder beweisen was in ihnen steckt und Teyla bleibt die geborene Diplomatin.
Alles in allem wartet der Roman nicht mit all zu vielen Überraschungen auf, stellt aber zufrieden, was den Handlungsaufbau und den Umgang mit den Charakteren betrifft, da diese gut getroffen sind.
Die Geschichte ist für Nicht-Muttersprachler ebenfalls sehr gut verständlich, da der Autor keinen all zu komplizierten Wortschatz benutzt und auf Slangausdrücke verzichtet.
Fazit: „Dead End“ bietet von Anfang bis Ende spannendes und serienkonformes Abenteuer, sehr geradlinig erzählt wird und auf melodramatische Szenen verzichtet.
Stargate Atlantis # 13: Hunt and Run
Autor: Aaron Rosenberg
Verlag: Fandemonium Books, UK 2010
281 Seiten, ISBN: 978-1-905586-44-8
John Sheppards Team folgt dem Hilferuf eines Schiffes und gerät dabei im All in eine fast tödliche Falle. Sie müssen aufgrund der Beschädigungen am Jumper durch eine Explosion auf dem unwirtlichen Planeten in der Nähe landen, auf dem aber eine für Menschen atembare Atmosphäre herrscht.
Dort stellt sich allerdings heraus, das sie nicht ganz allein sind. Während John und Teyla gefangen genommen werden, können Ronon und Rodney entkommen. Denn der Satedaner kennt die Angreifer nur zu genau: Es handelt sich zum Teil um die selben Leute, die ihn vor mehr als sieben Jahren aufgenommen und gezeigt haben, wie er auch als Runner überleben kann. Wenn er die nötigen Tricks, den Wraith zu entkommen gelernt hat, dann bei den Vr’dai, wie sich die Gruppe nennt.
Doch er erkennt auch, dass sein alter Mentor Nekai in seiner Entwicklung stehen geblieben ist und keinen anderen Weg außer Gewalt mehr kennt. Deshalb ist gute Planung wichtig, wenn Ronon und Rodney ihre Freunde befreien wollen.
Aaron Rosenbergs Roman konzentriert sich voll und ganz auf Ronon. Tatsächlich spielt diesmal nicht er eine untergeordnete Rolle, sondern der Rest des Teams. John, Teyla und Rodney haben nur wenige Szenen und Einsätze, ein Großteil des Buches ist eine Rückblende in die Vergangenheit.
Das ist recht spannend erzählt, geht aber nicht unbedingt in charakterliche Tiefe. Der Leser kann mitverfolgen, wie Ronon als junger Runner das Überleben lernt, aber irgendwann auch merkt, dass er weiterziehen muss. Die Rückblicke sind daher in mehrere Episoden unterteilt, die in die aktuelle Handlung eingebettet sind. Das Buch spielt übrigens in der fünften Staffel, ohne jegliche Verbindung zu irgendwelchen Episoden.
Alles in allem ein flüssig geschriebener und unterhaltsamer Roman, in dem der Autor einen durchaus glaubwürdigen und nicht übertriebenen Hintergrund für Ronon erschafft. Interessanterweise verwendet er einiges an Begriffen, die Nicht-Muttersprachler erst nachschlagen müssen, daher ist der Text nicht immer leicht zu verstehen.
Fazit: „Hunt and Run“ beschäftigt sich voll und ganz mit Ronon, erzählt eine spannende Geschichte um seine Vergangenheit als Runner, ohne dabei übertrieben zu wirken. Wer actionreiche Handlungen mag, kommt jedenfalls nicht zu kurz.
Stargate Atlantis # 14: Death Game
Autor: Jo Graham
Verlag: Fandemonium Books, UK 2010
311 Seiten, ISBN: 978-1-905586-47-9
Es sollte eigentlich nur eine Routinemission werden, aber John weiß, dass die Schwierigkeiten erst beginnen, als er mit einer Kopfwunde in einem halb zerstörten Jumper wieder zu sich kommt. Zusammen mit Teyla ist er auf irgendeiner Insel gelandet, weit weg vom Stargate, dass vermutlich am anderen Ende des Archipels liegt. Auch wenn die Athosianierin seine Wunden verbinden kann, so ist klar, dass sie Hilfe von den Einheimischen brauchen.
Diese erweisen sich zunächst als sehr freundlich und kümmern sich um die beiden. Während sich John erholt, haben Teyla und er sehr viel Zeit über sich und ihr Leben nachzudenken.
Dann aber zeigen sich die Dorfbewohner plötzlich von einer ganz anderen Seite.
Sie werden zusammen mit anderen „Gefangenen“ an den eigentlichen Oberherrn ausgeliefert und dieser ist leider ein Wraith.
Derweil versuchen Radek und Ronon, die auf einem anderen Eiland gestrandet sind, zum Tor zurück zu gelangen, ohne unangenehm aufzufallen. Und Rodney versucht derweil das Stargate selbst in Gang zu setzen.
Sehr positiv an diesem Roman ist die aktive Rolle von Radek. Der Tscheche steht da sonst auch in den Büchern immer in der zweiten Reihe und bekommt kaum Raum, hier sieht es anders aus. Und das Zusammenspiel mit Ronon weiß zu gefallen.
Die Geschichte des Romans ist eher dünn und insgesamt nur mäßig spannend, da es wenig an Action gibt.
Dafür nutzt Jo Graham die Seiten, ihre Helden über die Vergangenheit reflektieren zu lassen. Sie erfindet eine eigene Hintergrundgeschichte für John, gibt auch kleine Einblicke in Teylas Vergangenheit, was vielleicht nicht jedem gefallen könnte. Alles in allem ist das Buch sehr charakter- und nicht abenteuerzentriert, da es nur wenige Actionszenen gibt.
Das Englisch ist gut verständlich, allerdings mit recht komplexen Sätzen, so dass man schon ein wenig geübter in der Sprache sein sollte.
Fazit: „Death Game“ gehört zu den ruhigen „Stargate Atlantis“-Romanen, die sehr viel Wert auf die Entwicklung und den Hintergrund der Charaktere legen. Das ist zwar schön ausgearbeitet, aber nicht für jeden spannend. Und es könnte zu Kontroversen führen, wenn man sich ein eigenes Bild von Johns Vergangenheit gemacht hat.
Stargate Atlantis # 15: Brimstone
Autor: Niall Wilson & Patricia Lee Macomber
Verlag: Fandemonium Books, UK 2010
258 Seiten, ISBN: 978-1-905586-20-2
Ein Mond verlässt seinen planetaren Orbit und steuert geradewegs auf die Sonne zu? Rodney McKay weiß, dass dies eine astronomische Unmöglichkeit ist und forscht nach. Schon bald stellt sich heraus, dass eine alte Stadt der Antiker daran schuld sein könnte, die sich auf dem Mond befindet.
John, Rodney, Teyla und Ronon gehen der Sache nach und finden tatsächlich ein Stadtschiff im Stil von Atlantis vor. Allerdings wirkt sie seit langem verlassen. Dass dies ein Irrtum ist, stellt sich heraus, als sie sich genauer umsehen, denn tief unter der Erde, in den Eingeweiden der Stadt entdecken sie eine Gruppe von Nachfahren der Antiker, die sich ganz der Dekadenz und dem Vergnügen ergeben haben.
Das Team wird misstrauisch, nicht ahnend, dass man es auf Atlantis schon lange ist – denn das Tor lässt sich nicht mehr anwählen. Schon bald lässt Saul, der Anführer der Gruppe, die Maske fallen und erklärt, dass John und die anderen von nun an hier gefangen sind und nicht mehr nach Hause zurückkehren können. Als er weder mit sich reden lässt, noch einsehen zeigt, wissen die vier, dass sie selbst die Sache in die Hand nehmen müssen – doch damit erhöhen sie auch die Gefahr für sich selbst: Denn wer sich nicht fügt, wird in die Arena geschickt und damit zum Tod verurteilt.
Das Thema ist sicherlich nicht neu, und auch schon mehrfach in der ein oder anderen Variante in der Serie vorgekommen – aber solide und sauber umgesetzt, wenn auch nicht unbedingt mit überraschenden Wendungen. Immerhin sind sie am Ende wenigstens konsequent.
Die Autoren konzentrieren sich mehr oder weniger auf das Abenteuer und die Action, verzichten bewusst darauf, tiefer in die Figuren zu gehen, so dass das Team und ihre Gegenspieler eher handeln als denken und analysieren.
Das nimmt den Motiven der Figuren allerdings ein bisschen die Kraft, da man Sauls Verhalten und Pläne nicht wirklich nachvollziehen kann und nur einen kurzen Blick in die Gesellschaft der verlorenen Stadt Admah gewinnt.
Auch dieser Roman ist in der fünften Staffel angesiedelt, es gibt Anspielungen auf Folgen der zweiten Staffel, allerdings eine Einbettung in die Episoden der aktuellen.
Wer allerdings nicht mehr erwartet, wird voll und ganz zufriedengestellt, da die Geschichte flüssig geschrieben und auch für Nicht-Muttersprachler mit einfachen Englisch-Kenntnissen gut verständlich sind.
Fazit: „Brimstone“ ist ein solider und routinierter Abenteuerroman ohne besondere Überraschungen und Figuren, der zwar ganz gut in die Serie passt, aber nicht unbedingt zu den Romanen gehört, die man auf jeden Fall kennen sollte.
Stargate Atlantis # 12: Dead End
Autor: Chris Wraight
Verlag: Fandemonium Books, UK 2010
384 Seiten, ISBN: 978-1-905586-22-6
Auch Atlantis bietet im dritten Jahr der Mission immer noch Überraschungen der anderen Art. Denn ein Labor erweist sich für John Sheppard fast als Todesfalle, wird doch durch die Aktivierung der Konsolen ein Mechanismus ausgelöst, der die Decke absenkt. Er kann dem Raum aber noch entkommen, ehe er zerquetscht wird, mit einem Speicherkristall in der Hand und einer Gateadresse.
Diese führt zu einem Eis-Planeten, vor dem die unvollständigen Aufzeichnungen der Antiker, die er hatte retten können noch warnt. Dennoch beschließen Weir und Sheppard den Ort, der ihnen ein Malp gekostet hat, genauer unter die Lupe zu nehmen, um das Geheimnis zu ergründen.
Kaum sind sie jedoch mit einem Jumper durch das Tor geflogen, müssen sie feststellen, dass er tatsächlich eine Todesfalle ist, denn ein rapider Energieabfall macht das Schiff flugunfähig und lässt auch alle anderen Kontrollen ausfallen.
Nun ist guter Rat teuer. Rettung naht aber durch die Bewohner des Planeten. Die „Forgotten“ nehmen sie freundlich auf, machen ihnen aber klar, dass eine Rückkehr unmöglich ist, da das Tor auf instabilem Eis steht. Sie selbst sind ebenfalls zum langsamen Sterben verurteilt, denn ihnen setzen die „Banshees“ zu und versperren den Weg zu dem einzigen Ort, der noch über Generationen Sicherheit bieten könnte, dem „Sanctuary“.
„Dead End“ ist ein schnörkelloser Abenteuerroman ohne Seelenbeschau und quälende Analysen. Der Autor kommt sehr schnell zur Sache und bietet eine Geschichte, die durchaus den Serienfolgen gleich kommt – ein Geheimnis der Antiker wird entdeckt, die Helden beschließen alle Warnungen in den Wind zu schießen und geraten natürlich in Schwierigkeiten. Zudem wissen sie nicht, wie sie die hilfreichen Bewohner des Planeten einschätzen sollen – sind diese mehr Freund oder vielleicht doch eher Feinde....
Das ist sicherlich nichts neues aber routiniert und spannend geschrieben. Jeder der Helden bekommt eine bestimmte Aufgaben, allenfalls Ronon ist etwas im Hintertreffen. Aber sowohl John als auch Rodney dürfen wieder beweisen was in ihnen steckt und Teyla bleibt die geborene Diplomatin.
Alles in allem wartet der Roman nicht mit all zu vielen Überraschungen auf, stellt aber zufrieden, was den Handlungsaufbau und den Umgang mit den Charakteren betrifft, da diese gut getroffen sind.
Die Geschichte ist für Nicht-Muttersprachler ebenfalls sehr gut verständlich, da der Autor keinen all zu komplizierten Wortschatz benutzt und auf Slangausdrücke verzichtet.
Fazit: „Dead End“ bietet von Anfang bis Ende spannendes und serienkonformes Abenteuer, sehr geradlinig erzählt wird und auf melodramatische Szenen verzichtet.
Stargate Atlantis # 13: Hunt and Run
Autor: Aaron Rosenberg
Verlag: Fandemonium Books, UK 2010
281 Seiten, ISBN: 978-1-905586-44-8
John Sheppards Team folgt dem Hilferuf eines Schiffes und gerät dabei im All in eine fast tödliche Falle. Sie müssen aufgrund der Beschädigungen am Jumper durch eine Explosion auf dem unwirtlichen Planeten in der Nähe landen, auf dem aber eine für Menschen atembare Atmosphäre herrscht.
Dort stellt sich allerdings heraus, das sie nicht ganz allein sind. Während John und Teyla gefangen genommen werden, können Ronon und Rodney entkommen. Denn der Satedaner kennt die Angreifer nur zu genau: Es handelt sich zum Teil um die selben Leute, die ihn vor mehr als sieben Jahren aufgenommen und gezeigt haben, wie er auch als Runner überleben kann. Wenn er die nötigen Tricks, den Wraith zu entkommen gelernt hat, dann bei den Vr’dai, wie sich die Gruppe nennt.
Doch er erkennt auch, dass sein alter Mentor Nekai in seiner Entwicklung stehen geblieben ist und keinen anderen Weg außer Gewalt mehr kennt. Deshalb ist gute Planung wichtig, wenn Ronon und Rodney ihre Freunde befreien wollen.
Aaron Rosenbergs Roman konzentriert sich voll und ganz auf Ronon. Tatsächlich spielt diesmal nicht er eine untergeordnete Rolle, sondern der Rest des Teams. John, Teyla und Rodney haben nur wenige Szenen und Einsätze, ein Großteil des Buches ist eine Rückblende in die Vergangenheit.
Das ist recht spannend erzählt, geht aber nicht unbedingt in charakterliche Tiefe. Der Leser kann mitverfolgen, wie Ronon als junger Runner das Überleben lernt, aber irgendwann auch merkt, dass er weiterziehen muss. Die Rückblicke sind daher in mehrere Episoden unterteilt, die in die aktuelle Handlung eingebettet sind. Das Buch spielt übrigens in der fünften Staffel, ohne jegliche Verbindung zu irgendwelchen Episoden.
Alles in allem ein flüssig geschriebener und unterhaltsamer Roman, in dem der Autor einen durchaus glaubwürdigen und nicht übertriebenen Hintergrund für Ronon erschafft. Interessanterweise verwendet er einiges an Begriffen, die Nicht-Muttersprachler erst nachschlagen müssen, daher ist der Text nicht immer leicht zu verstehen.
Fazit: „Hunt and Run“ beschäftigt sich voll und ganz mit Ronon, erzählt eine spannende Geschichte um seine Vergangenheit als Runner, ohne dabei übertrieben zu wirken. Wer actionreiche Handlungen mag, kommt jedenfalls nicht zu kurz.
Stargate Atlantis # 14: Death Game
Autor: Jo Graham
Verlag: Fandemonium Books, UK 2010
311 Seiten, ISBN: 978-1-905586-47-9
Es sollte eigentlich nur eine Routinemission werden, aber John weiß, dass die Schwierigkeiten erst beginnen, als er mit einer Kopfwunde in einem halb zerstörten Jumper wieder zu sich kommt. Zusammen mit Teyla ist er auf irgendeiner Insel gelandet, weit weg vom Stargate, dass vermutlich am anderen Ende des Archipels liegt. Auch wenn die Athosianierin seine Wunden verbinden kann, so ist klar, dass sie Hilfe von den Einheimischen brauchen.
Diese erweisen sich zunächst als sehr freundlich und kümmern sich um die beiden. Während sich John erholt, haben Teyla und er sehr viel Zeit über sich und ihr Leben nachzudenken.
Dann aber zeigen sich die Dorfbewohner plötzlich von einer ganz anderen Seite.
Sie werden zusammen mit anderen „Gefangenen“ an den eigentlichen Oberherrn ausgeliefert und dieser ist leider ein Wraith.
Derweil versuchen Radek und Ronon, die auf einem anderen Eiland gestrandet sind, zum Tor zurück zu gelangen, ohne unangenehm aufzufallen. Und Rodney versucht derweil das Stargate selbst in Gang zu setzen.
Sehr positiv an diesem Roman ist die aktive Rolle von Radek. Der Tscheche steht da sonst auch in den Büchern immer in der zweiten Reihe und bekommt kaum Raum, hier sieht es anders aus. Und das Zusammenspiel mit Ronon weiß zu gefallen.
Die Geschichte des Romans ist eher dünn und insgesamt nur mäßig spannend, da es wenig an Action gibt.
Dafür nutzt Jo Graham die Seiten, ihre Helden über die Vergangenheit reflektieren zu lassen. Sie erfindet eine eigene Hintergrundgeschichte für John, gibt auch kleine Einblicke in Teylas Vergangenheit, was vielleicht nicht jedem gefallen könnte. Alles in allem ist das Buch sehr charakter- und nicht abenteuerzentriert, da es nur wenige Actionszenen gibt.
Das Englisch ist gut verständlich, allerdings mit recht komplexen Sätzen, so dass man schon ein wenig geübter in der Sprache sein sollte.
Fazit: „Death Game“ gehört zu den ruhigen „Stargate Atlantis“-Romanen, die sehr viel Wert auf die Entwicklung und den Hintergrund der Charaktere legen. Das ist zwar schön ausgearbeitet, aber nicht für jeden spannend. Und es könnte zu Kontroversen führen, wenn man sich ein eigenes Bild von Johns Vergangenheit gemacht hat.
Stargate Atlantis # 15: Brimstone
Autor: Niall Wilson & Patricia Lee Macomber
Verlag: Fandemonium Books, UK 2010
258 Seiten, ISBN: 978-1-905586-20-2
Ein Mond verlässt seinen planetaren Orbit und steuert geradewegs auf die Sonne zu? Rodney McKay weiß, dass dies eine astronomische Unmöglichkeit ist und forscht nach. Schon bald stellt sich heraus, dass eine alte Stadt der Antiker daran schuld sein könnte, die sich auf dem Mond befindet.
John, Rodney, Teyla und Ronon gehen der Sache nach und finden tatsächlich ein Stadtschiff im Stil von Atlantis vor. Allerdings wirkt sie seit langem verlassen. Dass dies ein Irrtum ist, stellt sich heraus, als sie sich genauer umsehen, denn tief unter der Erde, in den Eingeweiden der Stadt entdecken sie eine Gruppe von Nachfahren der Antiker, die sich ganz der Dekadenz und dem Vergnügen ergeben haben.
Das Team wird misstrauisch, nicht ahnend, dass man es auf Atlantis schon lange ist – denn das Tor lässt sich nicht mehr anwählen. Schon bald lässt Saul, der Anführer der Gruppe, die Maske fallen und erklärt, dass John und die anderen von nun an hier gefangen sind und nicht mehr nach Hause zurückkehren können. Als er weder mit sich reden lässt, noch einsehen zeigt, wissen die vier, dass sie selbst die Sache in die Hand nehmen müssen – doch damit erhöhen sie auch die Gefahr für sich selbst: Denn wer sich nicht fügt, wird in die Arena geschickt und damit zum Tod verurteilt.
Das Thema ist sicherlich nicht neu, und auch schon mehrfach in der ein oder anderen Variante in der Serie vorgekommen – aber solide und sauber umgesetzt, wenn auch nicht unbedingt mit überraschenden Wendungen. Immerhin sind sie am Ende wenigstens konsequent.
Die Autoren konzentrieren sich mehr oder weniger auf das Abenteuer und die Action, verzichten bewusst darauf, tiefer in die Figuren zu gehen, so dass das Team und ihre Gegenspieler eher handeln als denken und analysieren.
Das nimmt den Motiven der Figuren allerdings ein bisschen die Kraft, da man Sauls Verhalten und Pläne nicht wirklich nachvollziehen kann und nur einen kurzen Blick in die Gesellschaft der verlorenen Stadt Admah gewinnt.
Auch dieser Roman ist in der fünften Staffel angesiedelt, es gibt Anspielungen auf Folgen der zweiten Staffel, allerdings eine Einbettung in die Episoden der aktuellen.
Wer allerdings nicht mehr erwartet, wird voll und ganz zufriedengestellt, da die Geschichte flüssig geschrieben und auch für Nicht-Muttersprachler mit einfachen Englisch-Kenntnissen gut verständlich sind.
Fazit: „Brimstone“ ist ein solider und routinierter Abenteuerroman ohne besondere Überraschungen und Figuren, der zwar ganz gut in die Serie passt, aber nicht unbedingt zu den Romanen gehört, die man auf jeden Fall kennen sollte.